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Informationen über verbreitete Schabenarten

Fossile Funde zeigen, daß seit ca. 350 Millionen Jahren diese Insekten in nahezu unveränderter Form die Erde bevölkern. Kaum ein anderes Lebewesen, wie die Schabe, hat sich so perfekt den jeweiligen Bedingungen seiner Umwelt angepaßt. Heute sind ca. 3500 verschiedene Schabenarten bekannt. Die meisten Arten trifft man in feuchten, tropischen Gebieten unserer Erde an. Hier finden sie die besten Voraussetzungen für ihr Fortbestehen. Schaben haben in der Regel eine Vorliebe für alles feuchtwarme. Aufgrund der mikroklimatischen Veränderungen in unseren Häusern, finden diese Hygiene- und Gesundheitsschädlinge auch in unseren Breiten die von ihnen benötigten Bedingungen vor und sind so auch bei uns heimisch geworden. Von den bekannten Arten sind bei uns bisher aber nur zwei Arten wirklich zum Problem geworden. Dies sind zum ersten die orientalische Schabe (blatella orientalis ), im Volksmund auch Kakerlake, Russe, Preuße oder Schwabe genannt und zum zweiten die deutsche Schabe ( blatella germanica ) oder Küchenschabe. Andere Arten wie z.B. die Braunbandschabe ( supella longipalpa ), die Amerikanische Schabe (periplaneta americana) oder die Australische Schabe ( periplaneta australasiae ) spielen in unseren Breiten eine eher untergeordnete Rolle und sind seltener anzutreffen. Ca. 15 weitere Schabenarten leben bei uns im Freien als sogenannte Waldschaben und treten so als Gesundheitsschädlinge in der Regel nicht in Erscheinung. Charakteristisches Erscheinungsbild der Schabe sind die auffallend langen Fühler und der abgeflachter Körperbau. Wenn man dieses Tier dann auch noch Nachts antrifft, kann selbst ein Laie zweifelsfrei feststellen, daß es sich um eine Schabe handelt. Zur genauen Bestimmung dieser Schädlinge sollte man aber einen Fachmann zu Rate ziehen.

Schabenbekämpfung ( Kakerlaken ) im Gel-Verfahren

Verwendung gebrauchsfertiger Gelköder zur Bekämpfung von der Deutschen Schabe (Blattella germanica), *  Orientalischen Schabe (Blatta orientalis), * Braunbandschabe (Supella longipalpa) und Amerikanischen Schabe (Periplaneta americana).

Besonders geeignet für sensible Bereiche wie Wohnungen, Krankenzimmer, Zoologische Gärten, Zoohandlungen, Elektronikräume etc

Wirkung: Fraßgifte mit raschem Wirkungseintritt. Die Köderaufnahme führt zur sicheren Abtötung der Schaben. Bei ausreichender Aufnahme des Köders tritt die tödliche Wirkung innerhalb von 24 Stunden ein. Eine erhebliche Reduktion des jeweiligen Schabenbefalls ist innerhalb 1 Woche zu erzielen und ggf. die Befallstilgung innerhalb von 14 bis 21 Tagen.

Besonderheiten: Hervorragende Annahme und rascher Wirkungseintritt. Nach ca. 1-3 Tagen. Extreme Langzeitwirkung ca. 3 Monate.

Lage der Verstecke: Vor der eigentlichen Bekämpfung müssen zuerst die betroffenen Bereiche festgestellt werden in denen sich die Schaben aufhalten. In der Regel sind dies warme feuchte Plätze. Bei massivem Befall erkennt man diese Stellen sehr leicht. Schwarze Krümel die wie Kaffeepulver aussehen, ist der Kot der Schaben. Schaben verstecken sich in Ritzen, Fugen und Hohlräumen in der Nähe von Wärme, Wasser und Nahrung. Gute Bedingungen finden sie bei Herden, Backöfen, Geschirrspülmaschinen, Heizkörpern u.a. Wärmequellen, unter Spülbecken, Schränken, Regalen, Holzverkleidungen usw.. Zu beachten sind auch Unterseiten von Fachböden, Schubladen, Tischen, Stühlen sowie Durchbrüche für Rohre, Kanäle, Schächte, abgehängte Decken ect.. Deutsche Schaben haben an den Füßen (Tarsen) »Haftlappen« und können auf glatten, senkrechten oder überhängenden Flächen laufen. Darum sind ihre Verstecke nicht nur in Bodennähe, zumal wärmere Temperaturen bevorzugt werden, die eher oben im Raum anzutreffen sind. Erkennt man die betroffenen Bereiche nicht sofort, müssen immer giftfreie Schabenklebefallen ( Schabenmonitore ) zum Einsatz kommen. Auf diesen Fallen befindet sich ein ungiftiger Lockstoff der in die Falle eingearbeitet ist oder als Tablette auf die Falle gelegt wird. Die Schaben bleiben auf einer Klebefläche haften. So kann man die betroffenen Bereiche besser lokalisieren.

Konkurrenz ausschalten: Während der Beköderung muß eine Konkurrenz durch andere Nahrungsquellen möglichst ausgeschlossen werden. Lebensmittel möglichst entfernen. Nahrungsmittelreste beseitigen. Räume sauber halten.

Anwendung: Schaben können Nahrung nur aus ganz kurzer Entfernung wahrnehmen. Die Nahrungssuche erfolgt i.d.R. ungezielt und unsystematisch. Der Köder wird am schnellsten angenommen, wenn die Köderstellen in unmittelbarer Nähe der Schabenverstecke angelegt werden.  Die Ausbringung kleiner Mengen an möglichst vielen belaufenen, verdächtigen oder gefährdeten Stellen ist erforderlich. Die Applikation der "Geltröpfchen" erfolgt an den Austrittsöffnungen von Schabenversteckplätzen. Je nach Befallsstärke sind die Köderstellen in Verstecknähe zu konzentrieren. Köder nicht frei im Raum ausbringen, sondern in Ritzen und Fugen an der Wand-/Bodenkante oder Gegenständen/Geräten entlang. Nicht auf Flächen anbringen, die stark der Nässe und Verstaubung ausgesetzt sind. Köder nicht vorbeugend ausbringen, sondern nur nach Durchführung von Befallserhebungen mit geeigneten Klebefallen ( Schabenmonitore ). Auch der Tilgungsnachweis ist mit geeigneten Maßnahmen wie z.B. Klebefallen ( Schabenmonitore ) zu erbringen.

Flankierende Maßnahmen: Gel-Köder wirken außergewöhnlich rasch und haben außerdem eine sekundäre Vergiftungswirkung durch den bei Schaben üblichen Kannibalismus. Trotzdem kann die Befallstilgung u.U. einige Wochen dauern, weil die Köderaufnahme, vor allem wenn viele andere Nahrungsquellen zur Verfügung stehen, nie durch alle Schaben gleich schnell erfolgt, und die Jungtiere erst nach Tagen (Deutsche Schabe) bzw. Wochen oder Monaten (Orientalische und Amerikanische Schabe) aus den abgelegten Eipaketen schlüpfen. Die Wirksamkeit wird beeinträchtigt bis hinfällig, wenn kurz zuvor oder gleichzeitig Kontaktinsektizide wie Sprüh- oder Nebelmittel ausgebracht werden. Diese Mittel können den Köder überdecken. Der Köder ist für dann für Schaben nicht mehr attraktiv und wird nicht mehr angenommen.

Bedarf: Ca. 0,2 - 0,5 g je Köderstelle (dies entspricht einem Tröpfchendurchmesser von 2 - 4 mm). Je nach Befallsdichte ist die Zahl an Geltröpfchen im Umfeld von Befallsschwerpunkten zu erhöhen. Pro qm der behandelt wird sollten im ca. 4 -6 Gel-Punkte platziert werden.

Bei Verwendung von Köderkapseln werden diese einfach geöffnet und in die betroffenen Bereich gelegt. Beim Einsatz unserer Köderdosen werden diese nur gedreht, um die Eingänge für die Schaben freizugeben.