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Rattenköder, Mäuseköder und ihre Wirkung

Hier finden Sie Informationen über Wirkstoffe ( Gifte )die in unseren Ratten- und Mäuseködern enthalten sind

Bis vor einigen Jahren wurden zur Rattenbekämpfung und Mäusebekämpfung noch akut bzw. subakute (sofort) wirkende Mittel eingesetzt. ( Zinkphosphid, Thaliumsulfat, Natriumfluoracetat, Bromethalin usw.) Da durch diese Mittel die Tiere plötzlich und unter Schmerzen verendeten, konnten noch verbleibende Ratten oder Mäuse mißtrauisch werden und die ausgelegten Köder durch Absetzen von Urin unbrauchbar machen. ( Vorkostereffekt ). Somit konnte man nur in seltenen Fällen ganze Rudel vernichten.
Heute werden zur Bekämpfung fast ausschließlich Mittel mit verzögerter Wirkung eingesetzt. Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Caciferol) handelt es sich dabei um Derivate des Coumarins, die als Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) wirken. Im Blut sind sog. Gerinnungsfaktoren vorhanden, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind. Bei Verletzungen bewirken diese Gerinnungsfaktoren die Bildung des Fibrins, das Blut gerinnt und verschließt die Wunden. Im Bildungsprozess der Gerinnungsfaktoren ist das Vitamin K von entscheidender Bedeutung. In diesen Prozeß greifen die Antikoagulantien ein. Sie verhindern die Aktivierung des Vitamin K und damit die Bildung der Gerinnungsfaktoren. Die Folge ist, daß die Blutgefäße durchlässig werden, es kommt zu Blutungen in die Leibeshöhle und in den Darm. Der Körper verblutet innerlich. Dieser Vorgang ist schmerzlos. Die Bekämpfung geschieht vorzugsweise mit Giftködern. Das Ködermaterial besteht i.d.R. aus pflanzlichem Material, dem ein für Ratten-  und Mäuse giftiger Wirkstoff beigemengt ist.
Darüber hinaus können gegen resistente Schadnager Köder mit Caciferol, einem Wirkstoff der in den Kalkhaushalt des Nagers eingreift, eingesetzt werden.

Es kursieren immer wieder Gerüchte das Ratten- und Mäuseköder auf dem Markt sind die eine Geruchsbildung durch die unvermeidliche Verwesung der toten Tiere verhindern. Solche Köder gibt es nicht.

Bei Schadnagerbefall in Zwischendecken kann man auch einen Rodent-Puder einsetzen. Dieser Puder enthält wie die Köder auch, ein Coumarinderivat. Der Puder wird von den Mäusen beim Putzen aufgenommen. In Hohlräumen kann man auch einen Schaum einsetzen, der auf die gleiche Art wirkt.

Nach erfolgter und ausreichender Köderaufnahme sterben die Tiere nach ca. 4 Tagen. schmerzlos. Die gleiche Zeit muß bei dem Einsatz von Puder oder Schaum eingeplant werden.

Bromadiolon: Der Wirkstoff Bromadiolon ist in unseren Ködern zu 0,05 g/kg enthalten. Bromadioon greift in den Blutgerinnungsvorgang ein, wodurch die Gerinnung des Blutes aufgehoben wird. Durch gleichzeitige Schädigung der Blutgefäße tritt Blutflüssigkeit durch Schleimhäute, Körperhöhlen und innere Organe aus und bewirkt die Verblutung der Tiere. Die Aufnahme des Köders führt durch Entkräftung zu einem ruhigen Verenden der Tiere, ohne das die Artgenossen gewarnt werden. Da Bromadiolon es ein Antikoagulans der zweiten Generation ist, wirkt es auch gegen Schadnager die resistent gegen Wirkstoffe der ersten Generation wie z.B. Wafarin sind. Bromadiolon wirkt besonders gut bei Ratten.

Difenacoum: Der Wirkstoff Difenacoum ist in unseren Ködern zu 0,05 g/kg enthalten. Difenacoum greift in den Blutgerinnungsvorgang ein, wodurch die Gerinnung des Blutes aufgehoben wird. Durch gleichzeitige Schädigung der Blutgefäße tritt Blutflüssigkeit durch Schleimhäute, Körperhöhlen und innere Organe aus und bewirkt die Verblutung der Tiere. Die Aufnahme des Köders führt durch Entkräftung zu einem ruhigen Verenden der Tiere, ohne das die Artgenossen gewarnt werden. Da Difenacoum ein Antikoagulans der zweiten Generation ist, wirkt es auch gegen Schadnager die resistent gegen Wirkstoffe der ersten Generation wie z.B. Wafarin sind. Difenacoum wirkt besonders gut bei Mäusen.

Brodifacoum: Der Wirkstoff Brodifacoum ist in unseren Ködern zu 0,05 g/kg enthalten. Brodifacoum greift in den Blutgerinnungsvorgang ein, wodurch die Gerinnung des Blutes aufgehoben wird. Durch gleichzeitige Schädigung der Blutgefäße tritt Blutflüssigkeit durch Schleimhäute, Körperhöhlen und innere Organe aus und bewirkt die Verblutung der Tiere. Die Aufnahme des Köders führt durch Entkräftung zu einem ruhigen Verenden der Tiere, ohne das die Artgenossen gewarnt werden. Brodifacoum ist das z.Z. stärkste Antikoagulans am Markt. Es  wirkt auch gegen Schadnager die resistent gegen alle andere Wirkstoffe sind. Brodifacoum ist ein sogenannter Resistenzbrecher.

Ratten- und Mäuseköder dürfen nur zugriffsgeschützt in sogenannten Köderstationen ausgebracht werden, um eine Aufnahme durch Kinder oder Nichtzieltiere zu verhindern.

Ultraschallgeräte für die Katz !

Die Hersteller von Ultraschallgeräten versprechen, dass die Hochfrequenztöne Ratten und Mäuse vertreiben. Schädlingsbekämpfer Franz Schädlers Kommentar dazu: " Die wirken überhaupt nicht. Ich kann jedem davon nur abraten". Und er hat auch ein Beispiel parat: " Ich habe mal eine Firma gesehen, die hatte eine solche ´Schallschutzanlage´für 12.000 Mark in ihrem Hochregallager installiert". Die Nager jedoch fühlten sich offenbar pudelwohl in dem Lager. " Sie waren überall. Und besonders der Schallgeber war völlig von Ihnen verkotet", erzählt Schädler.

Aus dem Mitteilungsblatt des Hotel- und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg im Juli 1999, Ausgabe Nr. 7